Der Untertageabbau
Nachdem an der Hochwand im Laufe der Jahrhunderte mehr als eine Million Kubikmeter Gestein über Tag abgetragen wurde, entschloss man sich um das Jahr 1980 die Gewinnung von Rohstoffen für die Bauindustrie «unter Tag» zu verlegen. Die Gründe dafür waren primär umwelt- und gesellschaftsrelevante Aspekte wie:
Die Abbaukosten sind bei der bergmännischen Gewinnung unter Tag höher – die Sozialverträglichkeit aber grundsätzlich besser.
Abbau, Stabilität und Stollenklima
Vom Hauptstollen aus wird der Abbau in Nebenstollen vorangetrieben. Zwischen den Stollen bleiben Pfeiler im Ausmass von 20 mal 32 Meter bestehen. Das Gewölbe und die Seitenwände sind stabil und benötigen normalerweise keine zusätzlichen Befestigungsmassnahmen. Heikle Stellen im Gestein werden mit Spritzbeton gesichert oder umfahren. Vorgesehen ist ein Abbau in mehreren Etagen. Dafür ist eine Deckendicke von rund 20 Metern zwischen den Etagen geplant. Die Stabilität des Systems wird laufend überwacht. Durch die Einrichtung eines umfangreichen und sehr komplexen Lüftungssystems werden die Abbaufelder künstlich bewettert. Die Temperatur liegt ganzjährig im Bereich von 10 bis 13 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 Prozent.