Die sechs Behälter stehen adrett in Reih und Glied. Sie sehen ein wenig aus wie aufgestellte Tonziegel, einfach aus grauem Polypropylen. Jeweils zwei dieser Körper sind mittig verbunden. Dort, in diesem runden Hohlraum, befindet sich der Prüfkörper – in diesem Fall ein 50 Millimeter dicker Bohrkern. Beide Seiten des Körpers liegen in einer Kalium-Hydroxid-Lösung, einmal mit 3 Prozent Salz angereichert, einmal ohne Salz. Ein Stromkreislauf sorgt dafür, dass die Lösung in den Prüfkörper eindringt. Und so wird der Körper 24 Stunden lang gebadet, bis man ihn am nächsten Tag aus der Lösung holt und in der Spaltmaschine halbiert. Nach dem Auftragen des Indikators wird die Eindringtiefe der Lösung auf 0,5 Millimeter genau bestimmt. Und so wird, etwas vereinfacht ausgedrückt, der maximale Chlorid-Widerstand des Körpers bestimmt. Die Chlorid-Widerstandsmessung wurde bis anhin durch ein externes Labor ausgeführt; seit Neustem ist das KIBAG Baustofflabor in der Lage, dieses Prüfverfahren für die eigenen und auch für externe Betonprodukte durchzuführen, denn es hat soeben die Akkreditierung der Schweizerischen Akkreditierungsstelle SAS für diese Prüfung bekommen. Die Chlorid-Widerstandsmessung ist wichtig, um den Beton respektive die eingebettete Bewehrung vor chloridhaltigem Wasser zu schützen, beispielsweise bei einer Stützmauer.