Die Wurzeln der Familie Gasperini reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die Geschichte im Kanton Uri beginnt jedoch mit Vittorio Gasperini. 1910 schickte seine Mutter den erst zehnjährigen Vittorio von Italien in die Schweiz, um seinen Vater Angelo zu suchen, der dort Arbeit gefunden hatte.
Ohne Deutschkenntnisse und mit wenig Gepäck kam Vittorio nach Altdorf. Er arbeitete zunächst als Küchenhilfe, absolvierte später eine Lehre als Schmied und fand schliesslich Arbeit im Steinbruch Ruprecht. Dort traf er seinen Vater wieder und entdeckte seine Leidenschaft für die Gesteinsbearbeitung.
1925 erwarb Vittorio sein erstes Abbaurecht, ein Jahr später übernahm er den Steinbruch Eyelen in Attinghausen. Damit legte er den Grundstein für das heutige Unternehmen.
Damals war die Arbeit reine Handarbeit. Produziert wurden Pflaster- und Mauersteine sowie Materialien für den Wasserbau. Das hochwertige Gestein aus Attinghausen ist bis heute gefragt. Die Gasperini AG beliefert unter anderem die SBB und gehört zu den führenden Hartgesteinsproduzenten der Schweiz.
Gemeinsam mit seiner Frau Maria Baldini gründete Vittorio eine Familie. Sein Sohn Viktor übernahm 1962 den Steinbruchbetrieb, ab 2000 führte Mauro Gasperini das Unternehmen weiter. Mit Michela Gasperini ist heute bereits die vierte Generation im Unternehmen tätig. Inzwischen ist die Gasperini AG Teil der KIBAG-Gruppe, einer Partnerschaft zweier traditionsreicher Schweizer Unternehmen.