So funktioniert ein Steinbruch: Beispiel Gasperini

Seit 1926 gewinnt das Hartsteinwerk Gasperini in Attingshausen (UR) Hartgesteine – bekannt als «Attinghausner» oder «Altdorfer Quarzsandstein». Eingesetzt wird das hochwertige Gestein bei den SBB, im Strassenbau, als Pflaster- und Mauerstein und vielem mehr. Doch wie funktioniert der Abbau eigentlich? 

Eintrag vom 03.09.2026

KIBAG Gasperini Sprengung Steinbruch

Seit 1926 wird im Steinbruch Gasperini in Attinghausen Hartgestein abgebaut. Früher wurde hierfür mit reiner Muskelkraft gearbeitet, Bohrlöcher von Hand gebohrt, Gestein mit Handwerkzeugen gebrochen. Im nachfolgenden Video erklären wir, wie der Gesteinsabbau heute vonstatten geht. 

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Jeder Gesteinsgewinnung geht eine Sprengung voran. Diese Sprengung wird genau geplant und es werden gezielt Massnahmen getroffen, um die Einflüsse auf die Nachbarschaft und die Umwelt so klein wie möglich zu halten. Damit bei der Sprengung möglichst wenig Staub entsteht, werden die Strasse und der Sprengbereich bewässert. 

Für die Sprengung werden Bohrlöcher gebohrt und mit Wasser-Gel-Sprengstoff gefüllt. Anschliessend werden die Sprenglöcher an eine Zündschnur angeschlossen. Vor der Sprengung wird alles bewässert, um die Staubbildung zu reduzieren. Vor der Sprengung ertönt ein Warnsignal. Wie das aussieht, ist im folgenden Video gut zu sehen. 

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Gestein für die SBB

Das gesprengte Material wird zum Vorbrecher transportiert, wo der gesprengte Fels zum ersten Mal zerkleinert wird. Im Siebungsprozess werden die Steine nach der Grösse sortiert, dies stets unter dem aufmerksamen Blick des Werkmeisters. 

Aktuell werden im Steinbruch etwa 250'000 Tonnen Gestein pro Jahr abgebaut und veredelt. Zu den Produkten aus dem Steinbruch Gasperini gehört unter anderem auch Gleisschotter. Damit leistet die Hartsteinwerke Gasperini AG einen wichtigen Beitrag zur nationalen Rohstoffsicherung in der Schweiz. Auch für Strassen, Wege, Flugplätze und andere Verkehrsflächen wird das Material aus dem Urnerland eingesetzt. Es ist beispielsweise ideal als Naturbelag für Waldwege und Parkplätze. 

Abbau und Naturschutz gehen Hand in Hand

Nach dem Abbau des Steins werden die Flächen wieder aufgefüllt und renaturiert (mehr dazu: Abbau und Naturschutz gehen Hand in Hand). Erdwälle und Böschungen entstehen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und dem Amt für Forst und Jagd.  Dadurch werden neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen, oft auch für bedrohte Arten. Aus dem ehemaligen Schlammsammelbecken entstand beispielsweise ein Biotop für Gelbbauchunken, Echsen, Schlangen und viele weitere kleine Tiere. Dies steigert die Biodiversität in der Region. Im Steinbruch leben auch Gämsen, Rehe und Füchse. 

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