Was wir heute auf Baustellen antreffen, ist oft ein Spiegel früherer Jahrzehnte. Vieles, was damals als praktische Lösung galt, zeigt heute seine Folgen. Abfälle wurden bis in die 2000er-Jahre häufig direkt im Boden deponiert. Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um chemische Rückstände oder um gewöhnliche Abfälle handelte. Umweltauflagen waren weniger streng. Das Bewusstsein für langfristige Auswirkungen war entsprechend gering.
Ab den 1960er-Jahren hielten PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) Einzug in Industrie und Alltag. Ihre wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften machten sie vielseitig einsetzbar. Sie waren wirtschaftlich attraktiv. PFAS finden sich in beschichteten Verpackungen, in Textilien wie Regenjacken sowie in technischen Anwendungen. Auch Löschschäume enthalten diese Stoffe. «Diesen Abfall finden wir noch heute», sagt Felix Schraner.
Gerade ihre Beständigkeit machte PFAS lange Zeit wertvoll. Heute erschwert sie den Umgang mit diesen Stoffen. PFAS sind äusserst langlebig und lassen sich nur bei sehr hohen Temperaturen zerstören. Einen Ersatz mit vergleichbaren Eigenschaften zu entwickeln, der einfacher und umweltverträglich entsorgt werden kann, bleibt anspruchsvoll.