Die Wohnbaugenossenschaft Luzern realisiert den Ersatzneubau in zwei Etappen. Insgesamt entstehen 238 Wohnungen. Die Bauzeit läuft voraussichtlich bis 2029. Für die Architektur zeichnet Loeliger Strub Architektur in Zürich verantwortlich. Die Baumeisterarbeiten führt die Anliker AG Bauunternehmung aus. Die KIBAG Betonwerke Buchrain und Neuheim liefern den Beton.
Ein Bau, der Genauigkeit verlangt
Wer die Baustelle betritt, erkennt schnell: Hier gibt es keine gestalterischen Kompromisse. Sichtbeton prägt Aussenwände, Treppenhäuser, Brüstungen und Handläufe. Bauteile, die sonst funktional bleiben, werden zu architektonischen Elementen. Gerade die Treppenhäuser zeigen den Anspruch besonders deutlich: schräge Wände, präzise Kanten, klar definiertes Schaltafelraster. Die Elemente entstehen – mit Ausnahme der Treppenstufen – vollständig vor Ort. Es entstehen winkelige, dünnwandige Bauteile, ausgeführt mit hochwertigen Schalungsplatten. Bei Sichtbeton zählt jede Fuge, jede Platte, jede Kante. Schalung und Beton müssen millimetergenau zusammenspielen. Der Aufwand pro Geschoss ist entsprechend hoch: mehrere Wochen Arbeit für vergleichsweise kleine Betonmengen. Sichtbeton verzeiht keine Ungenauigkeit.
Qualität, die sich nicht kaschieren lässt
«Sichtbeton ist nie problemlos», sagt Giuseppe Loiarro, Projektleiter bei Anliker. «Die Qualität muss konstant bleiben, vom ersten bis zum letzten Betonierabschnitt.» Zum Einsatz kam selbstverdichtender Sichtbeton mit einer Körnung von acht Millimetern aus Neuheim. Entscheidend war die gleichbleibende Qualität des Betons, insbesondere bei den Handläufen. Nicht nur dort wird jeder Fehler sichtbar. Wenn der Beton nicht stimmt, bleibt nur eine aufwendige Nachbearbeitung. «Dann muss man alles von Hand wegspitzen», erklärt Polier Andreas Bucher. Genau deshalb war die qualitativ einwandfreie Betonlieferung zentral.
Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
«Der Auftrag entstand im regulären Prozess: Anfrage, Angebot, Vergabe. Es folgte eine eingespielte Zusammenarbeit. Zwischen Anliker und KIBAG besteht seit Jahren eine gewachsene Partnerschaft», sagt Thomas Achermann, von der KIBAG. Für Anliker ist der Libellenhof ein Vorzeigeprojekt. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an Ausführung und Material. Polier Andreas Bucher begleitete die Arbeiten von Beginn an. «Die Lieferung des Sichtbetons war sehr gut. Wir hatten nie Probleme: keine Kiesnester, keine Verfärbungen. Die Abstimmung klappte reibungslos.» Das Resultat überzeugte direkt nach dem Ausschalen. Das spart Aufwand, Kosten und Zeit. Planung, Lieferung und Ausführung griffen perfekt ineinander. Auch Giuseppe Loiarro unterstreicht die gute Zusammenarbeit: «Die Betonqualität des Sichtbetons hat von der ersten Lieferung an überzeugt.» Für ein Projekt mit diesem architektonischen Anspruch ist das entscheidend.
Wenn Präzision sichtbar wird
Mit jeder Bauetappe wuchs die Routine der Teams. Abläufe wurden effizienter, Details noch präziser umgesetzt. Sichtbeton ist Teamarbeit. Schwächelt ein Glied in der Kette, wird das sofort sichtbar. Für Anliker ist der Libellenhof deshalb mehr als ein Bauprojekt. Er ist eine Referenz. Für die KIBAG gilt das Gleiche: Sie steht nicht im Vordergrund. Im Hintergrund liefert sie zuverlässig.