Die KIBAG setzt sich in allen Abteilungen für eine konsequente Wiederverwertung und die Aufbereitung von Rückbaumaterialien ein. Für die KIBAG ist es erklärtes Ziel, Baustoffe in Form von rezykliertem Rückbaumaterial so lange wie möglich im Baustoffkreislauf zu halten und diesen Kreislauf zu schliessen. Mit allen Abteilungen der KIBAG RE AG hat die KIBAG Gruppe ein hochspezialisiertes Unternehmen für umfassende Altlastensanierungen, für die Verwertung von belasteten und unbelasteten Bauabfällen, für wirtschaftliche Entsorgungslösungen und dank der eigenen Bodenwäsche für nachhaltiges Bodenrecycling. Allein am Standort Regensdorf werden pro Jahr mehrere tausend Tonnen Beton- und Mischabbruch aufbereitet. Die dort ansässige KIBAG-eigene Bodenwaschanlage ist 2025 durch das AWEL zertifiziert worden, zusätzlich neben den anderen kontaminierten Aushubmaterialien auch mit PFAS kontaminierte Materialien zu waschen und somit diese Abfallstoffe im Baustoffkreislauf zu halten.
Am Standort in Weinfelden investierte die KIBAG kürzlich über 20 Millionen Franken, um dort belastete Materialien aufzubereiten und zu verwerten – die so genannte Baustoffcity. Auch in der modernsten Bausperrgutsortieranlage der Schweiz, der SORTAG, sorgt die KIBAG für ein nachhaltiges Recyceln von Bauabfällen. Damit leistet die KIBAG einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Schweizer Bauwirtschaft und sorgt dafür, dass wertvolle Ressourcen geschont werden. Bauherrschaften und Planer sollten gegenüber rezyklierten Produkten offener sein. Der kürzlich publizierte Anhang ND (Leistungsprinzip) zur Betonnorm bietet die Möglichkeit, die Kreislaufwirtschaft – ohne Mehrkosten und Qualitätsverlust – in Ausschreibungen zu fördern.
Führend in der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.
Die KIBAG deckt als eines der wenigen Unternehmen in der Schweiz den gesamten Baustoff-Kreislauf ab. Wir gewinnen wertvolle Rohstoffe in 13 eigenen Kieswerken und drei Steinbrüchen und produzieren hochwertigen Beton in 21 Betonwerken in der gesamten Deutschschweiz. Unser Beton wird im Tiefbau eingesetzt und trägt zu langlebigen Bauwerken bei. Aus dem Rückbau gewinnen wir Materialien, die wir in unseren Werken effizient aufbereiten und erneut zu Recycling-Beton verarbeiten. So fördern wir aktiv die Kreislaufwirtschaft und leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Schweizer Bauwesen. Die KIBAG ist in den Bereichen Rückbau, Tiefbau und Strassenbau tätig. Unsere Abteilung Wasser- und Spezialtiefbau kommt zum Einsatz, wenn es um anspruchsvollen Spezialtiefbau geht – beispielsweise komplexe Gruben im Grundwasser oder Projekte im Wasserbau. Lediglich im Hochbau sind wir nicht aktiv.
Nachhaltigkeit und Innovation als Leitprinzip.
Nachhaltige Baustoffproduktion bei der KIBAG
In unseren Werken entsteht nicht nur Beton aus nicht erneuerbaren Ressourcen (Primärrohstoffe), sondern auch aus rezykliertem Rückbaumaterial. Die KIBAG setzt sich konsequent für die Wiederverwertung und Aufbereitung von Baustoffen ein – unter anderem als aktives Mitglied im Verband Baustoff Kreislauf Schweiz, wo wir mit Christoph Duijts den Vizedirektor stellen.
Hohe Wiederverwertungsquote in der Schweiz
Die Schweiz erreicht im Rückbau eine beeindruckende Wiederverwertungsquote von nahezu 100 Prozent. Auch Aushubmaterial wird in unseren Standorten Regensdorf und Bassersdorf aufbereitet. Mit der BRC-Bodenwaschanlage in Regensdorf verfügen wir seit 2025 über die amtliche Bewilligung des AWEL, um mit PFAS verunreinigtes Material zu reinigen und im Baustoffkreislauf zu halten. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Recyclingbranche und schonen wertvolle Ressourcen.
Forschung und Qualitätssicherung
Unser eigenes Baustofflabor ermöglicht Produktinnovationen und prüft unsere Baustoffe umfassend – auch für externe Partner.
Effiziente Distribution
Über unseren leistungsstarken Fuhrpark gelangen die Baustoffe zuverlässig auf die Baustellen – sowohl auf unsere eigenen als auch auf die von Dritten.
Recycling-Beton und nachhaltige Baustoffe
Unsere Produkte finden in unterschiedlichsten Bauprojekten Anwendung. Dank einer Änderung in der SIA-Norm (Anhang ND) wird der Einsatz von RC-Betonen (Recycling-Beton) verstärkt gefördert – eine Entwicklung, die wir bei KIBAG voll unterstützen.
CO₂-speichernde Baustoffe im Gleisbau
Bei Gleisbauten mit der VBZ Zürich kommt als Magerbeton inzwischen fast ausschliesslich begaster Baustoff zum Einsatz. Dieser innovative Baustoff entzieht der Umwelt aktiv CO₂ und speichert es dauerhaft – ein wichtiger Schritt für die Kreislaufwirtschaft und den Klimaschutz.
Wertstoffkreislauf
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Die Bautätigkeit ist der grösste Verursacher: - 57 Millionen Tonnen stammen aus Aushub- und Ausbruchmaterial.
- 17 Millionen Tonnen entstehen durch den Rückbau von Gebäuden, Strassen und Bahntrassen.
- Rund 24 Millionen Tonnen sind Siedlungsabfälle aus Haushalten, kleineren Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
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Die Sortag-Anlage in Rümlang erreicht eine Wiederverwertungsquote von über 90 % beim Bauschutt und Mischabbruch. - Pro Stunde werden 25 bis 30 Tonnen sortiert.
- Dank moderner Sensortechnik können Materialien wie Holz, Glas, Gips, Kunststoffe sowie Eisen- und Nichteisenmetalle von mineralischen Stoffen getrennt werden.
- Die Mineralik fliesst zu 100 % zurück in den Baustoffkreislauf.
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PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind synthetische Industriechemikalien, die seit den 1970er-Jahren in grossem Umfang eingesetzt werden – etwa in Outdoorkleidung, Kosmetik oder Verpackungen. - Sie sind fett-, schmutz- und wasserabweisend sowie extrem stabil.
- Problem: PFAS sind nahezu nicht abbaubar und können Umwelt und Gesundheit belasten.
- Die EU prüft ein Verbot, auch in der Schweiz wird intensiv über Grenzwerte diskutiert.