KIBAG Berufsbildner:innen. So geht individuelle Nachwuchsförderung.

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Nachwuchsförderung mit Herz und Kompetenz.

Die KIBAG bildet derzeit knapp 100 Lernende in verschiedenen Berufen aus. Das zeigt, welchen hohen Stellenwert die berufliche Nachwuchsförderung in unserem Unternehmen hat. Damit dieser Weg gelingt, stehen den Jugendlichen 44 engagierte Berufsbildnerinnen und Berufsbildner als Fachleute und persönliche Ansprechpartner zur Seite. Ihre Motivation ist es, junge Talente zu fördern, Wissen weiterzugeben und die nächste Generation von Fachkräften für die Bau- und Baustoffbranche zu begeistern. Natürlich gibt es auch Herausforderungen – doch genau diese machen die Ausbildung spannend und wertvoll. Einige unserer Berufsbildner berichten selbst, was sie antreibt und welche Erfahrungen sie im Alltag mit den Lernenden machen.

So entsteht eine Ausbildungskultur, die nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern auch Persönlichkeit stärkt und echte Perspektiven für die Zukunft bietet.

Julia Vikas

Polierin, Berufsbildnerin Strassenbau
Ich betreue die Lernenden hauptsächlich bei der praktischen Arbeit auf der Baustelle. Dabei lege ich grossen Wert darauf, dass sie früh Verantwortung übernehmen und ihre Aufgaben eigenverantwortlich und selbstständig durchführen. Zudem beziehe ich sie in die Planung der Arbeitsschritte ein, damit sie die Abläufe besser verstehen. Es erfüllt mich mit Stolz, die Lernenden auf ihrem Weg von «Oh, wie soll ich das machen? Das kommt nicht gut bei mir!» zu «Hey, das kann ich und ich weiss, wie es funktioniert» zu begleiten. Es ist schön zu sehen und zu wissen, dass man ihnen etwas Wertvolles für ihre Zukunft mitgeben konnte.

KIBAG Strassenbauer Berufsbildner

In meinen 12 Jahren Berufserfahrung im Strassen- und Gartenbau habe ich festgestellt, dass die Lernenden zunehmend unselbstständiger werden und mehr individuelle Begleitung benötigen. Gleichzeitig schätze ich ihr kritisches Denken und ihre Neugier. Sie sind offen für verschiedene Aufgaben, auch solche, die nicht zu ihren Haupttätigkeiten zählen. Als Berufsbildnerinnen und Praxisbildner benötigen wir viel mehr Zeit mit den Lernenden, und auch die Gesellschaft muss erkennen, dass diese Zeit wichtig ist, um unsere Branche weiterhin mit den besten Fachleuten versorgen zu können. Bei der KIBAG haben wir das Privileg, diese Zeit zu bekommen, was nicht bei allen Firmen der Fall ist. Wir können die Lernenden selbstständig auf die Baustellen schicken, wo sie von engagierten Mitarbeitern lernen und später ihr Wissen wiederum weitergeben können.

Ich mag das kritische Denken und die Neugier der Lernenden.

Julia Vikas Polierin, Berufsbildnerin Strassenbau

Andrea Bingisser

Assistentin CFO, ehem. Berufsbildnerin KV
Als Berufsbildnerin oder Berufsbildner braucht man starke Nerven, denn die Arbeit mit jungen Menschen erfordert Geduld und Belastbarkeit. Ich finde es wichtig, sich der Vorbildfunktion bewusst zu sein. Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Ausbildung von Lernenden weiss ich, dass sich Herausforderungen im Alltag mit Humor, Leichtigkeit und Toleranz besser meistern lassen. 

KIBAG Kaufmann Kauffrau Berufsbildner

Die Arbeit als Berufsbildnerin oder Berufsbildner ist aufwändig und weit davon entfernt, ein 08/15-Job zu sein. Mir persönlich macht es grosse Freude, wenn ich die Entwicklung der Lernenden von Anfang bis zum Ende ihrer Ausbildung sehe. Für die Berufswahl finde ich wichtig, dass die Lernenden ihre Interessen kennen, sich gut über den Betrieb informieren, in dem sie ihre Lehre machen möchten, und sich sorgfältig auf den Beruf vorbereiten. Sie sollten sich fragen: «Ist das wirklich der Beruf, den ich will?» Mein Tipp: Macht das, was euch Freude bereitet und euch glücklich macht.

Die Arbeit als Berufsbildnerin ist aufwändig und nie 08/15.

KIBAG Andrea Binggisser Assistentin CFO Berufsbildner
Andrea Bingisser Assistentin CFO

Philipp Hirter

Leiter Engineering, Berufsbildner ICT-Fachmann/ -frau
Die Ausbildung junger Menschen ist eine verantwortungsvolle und lohnende Aufgabe, die Geduld und Verständnis erfordert. Es ist wichtig, genügend Zeit zu haben, um sich intensiv mit den Lernenden zu beschäftigen. Es ist wesentlich, ihnen Verantwortung zu übertragen, um sie zu integrieren.

KIBAG ICT Berufsbildner

Meine Freude, mein Wissen weiterzugeben, ist gross, insbesondere wenn ich sehe, wie die Lernenden sich entwickeln und schliesslich ihr Qualifikationsverfahren (QV) bestehen. Das Gefühl, das Ziel erreicht zu haben, ist unbezahlbar. Ich erinnere mich an einen Lernenden, der im ersten Lehrjahr den Drucker reinigen musste – eine langweilige Aufgabe, die er dann liegend ausführte! Er war etwas tollpatschig und langsam, hat sich während der Lehre dann aber super entwickelt. 

Mein Rat an die Lernenden auf Lehrstellensuche: Seid offen und bleibt euch selbst treu. Verstellt euch nicht, seid pünktlich und kämpft für eure Ziele. Tragt angemessene Kleidung (bitte keine Trainerhosen!).

Das Gefühl, das Ziel erreicht zu haben, ist unbezahlbar.

Philipp Hirter Leiter Engineering, Berufsbildner ICT-Fachmann/-frau

Urban Friedlos

Teamleiter, Berufsbildner der Baumaschinenmechaniker
Von meinen 13 Teammitgliedern sind aktuell vier Lernende Baumaschinenmechaniker EFZ. Insgesamt habe ich bereits über zehn Jugendliche durch ihre Lehrzeit begleitet. Natürlich erinnere ich mich an jeden einzelnen. Bisher hatte ich Glück und recht problemlose Lernende. Wir haben immer sehr wissbegierige Jugendliche. Da ist es von Vorteil, wenn man selbst fit ist im Beruf. Wir haben mit sehr vielen verschiedenen Maschinen und Marken zu tun, da sollte ich schon auch Bescheid wissen. Ich bewundere, wie schnell die Lernenden etwas aufnehmen. Und am Computer sind die natürlich top. Was mich stört, ist das Thema mit dem Natel. Muss man wirklich bei jedem Kanal dabei sein?

KIBAG Baumaschinenmechaniker Berufsbildner

Aber das gilt ja nicht nur für die Lernenden. Meine Regel ist: Ich behandle alle im Team gleich, mache auch keinen Unterschied zwischen Mitarbeitenden und Lernenden. Bei mir in der Baumaschinenwerkstatt sind die Lernenden eigentlich ganz normale Teammitglieder. Freude macht es mir, wenn ich sehe, dass der Aha-Effekt eintritt. Wenn man ihnen ansieht, dass sie es verstanden haben. Gut, am allerschönsten ist es natürlich bei der Abschlussfeier. Wenn der Abschluss geschafft ist, macht mir das besonders Freude.

Natürlich erinnere ich mich an jeden einzelnen Lernenden.

KIBAG Urban Friedlos Mechaniker Berufsbildner
Urban Friedlos Teamleiter Baumaschinenwerkstatt, Berufsbildner der Baumaschinenmechaniker/in

Michael Müller

Wasser- und Spezialtiefbau, Berufsbildner Grundbauer
Ich bin seit zehn Jahren Berufsbildner und betreue den fünften Lernenden, aktuell die erste Frau. Was mir bei der Lehrlingsbetreuung am meisten hilft, ist die Frage: Wie wäre es mir ergangen in dieser Situation? Wie war ich in diesem Alter? So kann ich mich in die Jugendlichen hineinversetzen. Das ist auch das, was mir Freude bereitet an der Aufgabe: Man bleibt nah dran an den jungen Leuten, versteht, was sie gerade so beschäftigt. Man merkt auch, wie wichtig ihnen Social Media ist … 

KIBAG Grundbauer Berufsbildner

Ich habe inzwischen ein recht gutes Gspüri, ob das was wird mit dem Lernenden. Man muss wissen: Der Beruf des Grundbauers ist sehr speziell. Wir sind in der ganzen Schweiz unterwegs, da musst du oft früh aufstehen: Um fünf Uhr werden die Lernenden manchmal schon abgeholt, wenn wir ins Bündnerland oder in Richtung Westschweiz müssen. Dafür habe ich grossen Respekt gegenüber den Jugendlichen. 

Was sich in den Jahren als Berufsbildner verändert hat, ist sicher die Schwierigkeit, überhaupt Lernende zu finden. Ich finde auch, dass das Schulniveau gesunken ist. Dafür sind die jungen Leute natürlich top im Umgang mit IT und digitalen Hilfsmitteln. Wichtig ist mir, dass sie Verantwortung übernehmen. Natürlich erinnere ich mich an alle meine Lernenden, an ihre Stärken und Schwächen. Wenn sie sich aufs QV vorbereiten, spüre ich ihre Nervosität. Und ich fühle ihre Freude und ihren Stolz, wenn sie bestanden haben. Das Abschlussfest geniesse ich immer total. Ich bin dann stolz auf den Lernenden, auf mich, auch auf die Firma. Ich habe jemandem geholfen, den Schritt ins Leben zu machen, einen Meilenstein im Leben zu erreichen. Das motiviert mich sehr.

Mir ist wichtig, dass die Jungen Verantwortung übernehmen.

KIBAG Michael Mueller Baufuehrer Berufsbildner
Michael Müller Wasser- und Spezialtiefbau Bauführer, Berufsbildner Grundbauer/in

Der Weg in die Berufsbildung