Ein spannender Bereich ist weiterhin noch die 3D-Maschinensteuerung. «Wir liefern die Daten für 3D-Fräsen, Gleitschalungsfertiger oder Asphaltfertiger. Die Maschinen werden mit Vermessungssensoren und Prismen versehen, unsere Tachymeter messen deren Positionen in Echtzeit, und die Daten werden mit der Maschine synchronisiert. So weiss der Maschinist jederzeit, auf welcher Höhe und mit welcher Neigung die Bohle der Maschine exakt arbeiten muss.»
Und dann ist da noch das Thema Planungsdaten. Endler spricht Klartext: «Was wir machen, sollte eigentlich der Planer liefern. Aber oft sind die Daten – sagen wir – rudimentär. Die Georeferenzierung fehlt, Pläne sind gedreht, verschoben oder skaliert, wichtige Informationen sind unzureichend. Wir müssen das alles zuerst prüfen, nachführen und anpassen. Das nimmt einen grossen Teil unserer Arbeit in Anspruch. «In der Planungsphase kommt es oft vor: Kaum haben wir ein Modell aufgebaut, kommt ein neuer Plan. Mit dieser Sisyphusarbeit müssen wir leben. Das braucht manchmal Nerven.»
Trotzdem bleibt die Leidenschaft. «Wir sind alle technikaffin. Was uns auszeichnet, sind der Drang nach Präzision und die Freude daran, wenn es draussen funktioniert.» Die KIBAG profitiert davon in besonderer Weise: «In der Schweiz gibt es kaum ein anderes Unternehmen, das in dieser Grösse Vermessungswissen direkt auf die Baumannschaften überträgt. Das ist einzigartig.»
Für Martin Endler ist klar: Der Beruf verlangt Know-how, Fingerspitzengefühl und Teamgeist. «Man muss mitdenken. Nicht nur mitarbeiten», sagt er. «Wir arbeiten nicht allein am Bildschirm. Wir sind im engen Austausch mit der Baustelle. Und wir übernehmen Verantwortung für das, was draussen passiert.»
Was vermessen wird, ist das eine. Wie man es vermittelt, ist entscheidend. Darin ist die Vermessungsabteilung der KIBAG messbar stark.