7.30 Uhr: Wenn der Betrieb etwas läuft, starten die Kontrolltätigkeiten: Wird die Arbeitssicherheit eingehalten – auch die von Externen wie Chauffeuren, Installateuren und Besuchern? Funktionieren die Anlagen störungsfrei? Stimmt die Materialqualität, die reinkommt und die rausgeht? Leiter RC-Werke Urs Fischer macht ausserdem Personalplanung, holt Bewilligungen ein für Nachteinsätze, wenn beispielsweise Material aus Gleisabbrüchen, dem Autobahnbau oder vom Flughafen geliefert werden müssen. Bewilligungen, Anwohnerinfo, Instruktion der Werkleiter – eine sorgfältige Planung ist essenziell für den reibungslosen Betrieb – und aufwändig.
Bis 16.30 Uhr: Die Werkleiter Simon Palz, Miratip «Tipo» Istrefi, Andreas «Albo» Albers und Enver Fazlija sorgen dafür, dass der Betrieb einwandfrei läuft. Urs Fischer sagt dazu: kontrollieren, korrigieren, Konsequenzen treffen. Es geht um den Unterhalt von Areal, Anlagen und Maschinen: In Betrieb sind etwa 100 Pumpen allein fürs Wasser, unzählige Elektromotoren, 20 Kilometer Wasserleitungen, zwölf Baumaschinen – eine immense Aufgabe im Werkunterhalt. Ebenso zentral sind die Emissionsvorkehrungen: Man ist drum besorgt, dass nichts staubt, nichts raucht, nichts stinkt. Einmal pro Tag wird das Areal gewischt und gewaschen. Allein der Wasserhaushalt ist gigantisch. Alles Wasser, das auf dem Areal ist, wird gehalten, kein Tropfen darf raus.
16.30 Uhr: Das Tor wird (eigentlich) geschlossen, die Anlieferung ist somit zu. Anschliessend wird aufgeräumt und geputzt. Mit einem Besen am Pneulader wird alles gewischt, ein Traktor wäscht mit Hochdruckwasser den ganzen Platz.
18 Uhr: Ein langer Tag geht zu Ende. Bis dahin lief der Betrieb durchgehend: Auch über Mittag wird Beton produziert, die Schlammanlieferung steht ganztags offen. Nur Kippen darf man über Mittag nicht, dies wegen der Nachbarschaft.
18.05 Uhr: Schlussbesprechung der Werkleiter. Was ist noch tun, sind Nachtlieferungen geplant? Dies, «um die Nacht oder das Wochenende zu überleben», wie Urs Fischer es formuliert.