Die naturnahen Flächen auf den besagten Arealen setzen sich aus einer Vielzahl von für Kiesgruben typischen Lebensräumen zusammen: Ruderalflächen, Magerwiesen, Temporärgewässer, Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen und Pioniergehölzen. Sie werden u. a. von der gefährdeten Gelbbauchunke besiedelt und Vogelarten wie Flussregenpfeifer, Uferschwalbe und Turmfalke nisten hier.
Kiesgruben und Steinbrüche bieten der Natur grosse Chancen: Typische Pflanzen- und Tierarten, welche eigentlich in Flussauen leben würden, besiedeln als Pionierarten die offenen Abbaustellen. Diese sind deshalb wichtige Ersatzstandorte für die bei uns weitgehend verschwundenen Auenlandschaften. Auch KIBAG Kies Wilchingen im Kanton Schaffhausen wurde 2021 erneut für die naturnahe Gestaltung ihrer Abbaustelle «Bannen» in Wilchingen mit dem Label der Stiftung Natur & Wirtschaft ausgezeichnet. Bereits im Jahr 1998 war diese Kiesgrube erstmals zertifiziert worden. Der Steinbruch «Zingel» in Seewen trägt das Label ebenfalls seit 2006.