Stahl im Tiefbau: Die KIBAG bietet Lösungen 

Er ist hart und doch verformbar, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Die Golden Gate Bridge in San Francisco oder das Empire State Building in New York sind aus diesem Material gefertigt. Die KIBAG Langnau verarbeitet und montiert ihn ebenso: Die Rede ist von Stahl.

Entrée de 30.09.2025

Kibag stahlbau team 2

Stahl ist ein Baustoff, der in unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist. China produzierte im Jahr 2021 über eine Milliarde Tonnen Rohstahl. Die zwölf Mitarbeiter der KIBAG Langnau sind zwar keine Stahlproduzenten, aber sie verbauen den Stahl und montieren zum Beispiel Fahrzeugrückhaltesysteme (Leitschranken), Abschrankungen, Geländer, Zäune, Handläufe und vieles mehr. Sie sind qualifizierte Fachleute, top motiviert und geschickt. Sie sind ein dynamisches, junges Team und freuen sich auf jeden Auftrag.

Auf dem Areal der KIBAG Langnau gibt es eine Schlosserei und ein grosses Lager an Stahlelementen. Bei meinem Besuch fallen mir vor allem die verschiedenen Fahrzeugrückhaltesysteme auf. «Diese beziehen wir von Herstellern aus dem europäischen Raum», erzählt Beat Salzmann, einer der technischen Mitarbeiter. «Das Handling ist allerdings eine Herausforderung, die Lieferzeiten können bis zu acht Wochen betragen.» In der Schweiz erfolgt der Einbau von Leitschranken auf Autobahnen und Strassen streng nach den Richtlinien und Normen des ASTRA. Im Jahr 2020 hat die KIBAG zum Beispiel auf 24 Kilometer Länge auf der A2 zwischen Reiden und Sursee alle nötigen Leitschranken auf beiden Fahrbahnen vor Ort montiert.

Wellstahlkonstruktionen und vieles mehr

Die Einsatzbereiche von Stahl im Tiefbau sind neben Fahrzeugrückhaltesystemen vor allem auch Lärmschutzwände oder Wellstahlkonstruktionen für Bachdurchlässe, Unterführungen und Amphibiendurchlässe sowie auch für Silos und Schalungen. Diese können direkt auf der Baustelle eingebaut werden. Geländer oder Handläufe werden meist in Langnau vor Ort geschweisst, und bei einem Partner wird der Korrosionsschutz aufgebracht.  Was auch immer benötigt wird: Unsere Fachleute machens möglich. Die drei technischen Mitarbeiter Andreas Wüthrich, Beat Salzmann und Marcel Brunner unterstützen in der Beratung, Planung und Montage. Gerne nehmen sie auch Spezialwünsche entgegen. Marcel zum Beispiel ist ein exzellenter digitaler Zeichner und bietet beste Lösungen für Spezialanfertigungen an, sei es für einen speziellen Handlauf oder einen Bachrechen. Ausserdem reparieren unsere Mitarbeiter auch defekte Stahlkonstruktionen, zum Beispiel an Leitschranken nach Autounfällen. Gebrauchte, aber noch gut erhaltene Leitschranken werden gerne von Landwirten in der Umgebung für ihren Hof bezogen zur Abtrennung von Wegen. Im Übrigen ist Stahl das am häufigsten wiederverwendete Material. Durch mehrstufige Recyclingprozesse kann aus Schrott wieder hochwertiger Stahl hergestellt werden.

«Himmlischer Metall»

Ein kurzer Einblick in die Geschichte des Stahls lehrt uns Folgendes: Bereits vor 5000 Jahren verarbeiteten die Ägypter eisenhaltiges Meteoritengestein für Werkzeuge und Waffen oder Schmuckperlen. In prähistorischen Kulturen hatte dieses Material eine spirituelle Bedeutung. Man nannte es das «himmlische Metall». Etwa 800 v. Chr. entdeckten die Kelten in Europa erste grosse Eisenerzvorkommen. Sie lernten, das Eisen durch Erhitzen zu verarbeiten. Gussstahl wurde im Jahr 1740 erstmals hergestellt, und im 19. Jahrhundert eröffneten die Eisenbahn und die Dampfschifffahrt neue Absatzmärkte. 

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