Auf Achse für die Buslinie 10

Die Bauarbeiten für die Buslinie 10 zwischen Bern und Köniz/Schliern laufen auf Hochtouren. Kommenden Herbst werden auf dieser Strecke nur noch die neuen, umweltfreundlichen Doppelgelenk-Trolleybusse verkehren. Dazu braucht es bauliche Anpassungen.

Eintrag vom 13.04.2026

Mit durchschnittlich 24 Mitarbeitenden sind die KIBAG Betriebe Bern, Langnau und der Spezialtiefbau entlang der Buslinie 10 von Bern nach Köniz für die baulichen Massnahmen zuständig. Zwei Poliere führen die Teams. Das Gesamtprojekt untersteht der Leitung von Bauführer Michel Klinger. «Technisch gesehen sind die Arbeiten nicht sehr schwierig», meint er. «Aber alles andere ist sehr komplex.» Ein Augenschein. Vom Installationsplatz, der sich in der Nähe des Liebefeldparks befindet, fährt Michel Klinger stadteinwärts. Für die über drei Kilometer lange Baustelle ist er mit dem Auto oder mit dem Velo unterwegs. Zuweilen auch mit dem Bus der Linie 10, wo er bei jenen Haltestellen aussteigt, die in diesen Monaten für die neuen Doppelgelenk-Trolleybusse baulich für ein hindernisfreies Ein- und Aussteigen angepasst werden. Total sind es deren sieben. Oder er fährt zu den drei Baubereichen, wo neue Gleichrichteranlagen gebaut werden, von denen der Fahrstrom in Zukunft in die Fahrleitung eingespeist wird. Der am weitesten entfernte Bauplatz befindet sich beim Schloss Köniz; hier wird ab Frühling eine neue Wendeschlaufe gebaut. An diesem Nachmittag zeigt mir Michel auch die 220 Meter lange Stützmauer bei der Unterführung Schwarzenburgstrasse, die einen neuen Betonabschluss erhalten wird. Und nicht zuletzt umfasst das Projekt 154 neue Fahrleitungsmasten, die abschnittsweise neu installiert werden. Dafür erstellt die KIBAG sämtliche Mastfundamente.

Herausfordernder Alltag

Ein Bauvorhaben im Stadtzentrum ist stets komplex. Autoverkehr, Busse, Velos und Fussgänger sind allgegenwärtig und erschweren die Arbeiten. Dieses drei Kilometer lange Bauprojekt setzt sich im Grunde aus zahlreichen kleineren Bauplätzen zusammen. Die KIBAG Mitarbeitenden sind entlang der Strecke verteilt. «Das Projekt erfordert eine gezielte Planung und eine gut abgestimmte Logistik», betont Michel Klinger. «Mit bis zu acht Arbeitsstellen gleichzeitig ist es wichtig, den Überblick über die Bauarbeiten zu behalten.» Da die Bauplätze mitten im städtischen Verkehrsbereich liegen, erfordern die Einrichtung und der Abbau der Arbeitsstellen in der Tat besondere Koordination. Bei einem Quartierrestaurant musste etwa der Bau der Mastfundamente an die kurze Betriebspause des Restaurants angepasst werden, um im Lokal keine Umsatzeinbussen zu generieren. «Meine Poliere und ich sind immer auf Achse und müssen überall schnell reagieren, wenn es etwas Unerwartetes gibt.» Die herkömmlichen Busse von Bern MOBIL verkehren während der Bauarbeiten wie gewohnt. Teilweise werden die Haltestellen lokal verschoben.

KIBAG sildeshow Linie 10 Blog 01

Das Projekt

  • Bauherr Bern MOBIL
  • Betriebe vor Ort KIBAG Bern, KIBAG Langnau, Spezialtiefbau
  • Dauer der Arbeiten August 2025 bis September 2026
  • Bauführer Michel Klinger (KIBAG Bern)
  • Poliere Dominik Schlüchter, Luis Sampaio (KIBAG Bern)
  • Mitarbeiter vor Ort 24
  • Bauarbeiten 
    Erstellen von 154 Mastfundamenten, Installieren von 3 Gleichrichterstationen, Versetzen und Verlängern neuer Haltekanten und Verlegen neuer Betonbusplatten bei den Haltestellen, Betonsanierung einer 220 m langen Stützmauer, Verlegen von Werkleitungen und Kabelrohrblöcken
  • Spezielles 
    Eigene Entwicklung einer speziellen Spriessung für die Mastfundamente (KIBAG Bern und KIBAG Langnau, Stahlbau)

Technisch gesehen sind die Arbeiten nicht sehr schwierig. Aber alles andere ist sehr komplex.

Michel Klinger

Ab Herbst 2026 werden die neuen, nicht weniger als 25 Meter langen, umweltfreundlichen Doppelgelenk-Trolleybusse im Einsatz sein.

Das könnte Sie auch interessieren