Samstag, 6. September, den Eröffnungsevent der Baustoffcity und verfolgten interessiert, was auf dem riesigen Areal eigentlich getan wird. Sie erfuhren, dass dank einer nagelneuen Aufbereitungsanlage für Aushub- und Rückbaumaterialien pro Jahr etwa 80 000 Tonnen recycelter Kies entstehen. Die gewonnenen Sand- und Kieskomponenten werden im ebenfalls frisch errichteten Betonwerk der KIBAG, das seit August 2024 in Betrieb ist, zur Betonproduktion weiterverwendet. Auf diese Weise können die Primärressourcen, die in der Region abgebaut werden, geschont werden. Derzeit baut die KIBAG pro Jahr zwischen 100 000 und 120 000 Tonnen Kies in der Region ab, die in den eigenen Betonwerken in St. Gallen und Weinfelden eingesetzt werden. «Nachhaltiges Bauen und der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen werden immer wichtiger», sagt KIBAG Regionalleiter Daniel Bänziger. «Dies hat bei uns zum Entschluss geführt, dass neben dem notwendigen neuen Betonwerk eine Aufbereitungsanlage für Aushub- und Abbruchmaterial zentral ist für die Region.»
Permanente Speicherung von CO₂
Auch ist es dank einer innovativen Anlage der Firma Neustark möglich, Kohlendioxid (CO₂) permanent im Recycling-Baustoff Beton zu speichern und somit der Atmosphäre zu entziehen. Das so behandelte Granulat wird als Kiesersatz bei der Herstellung von Recycling-Beton verwendet, wodurch das CO₂ permanent gebunden bleibt. Sämtliche neuen Bauten auf dem Areal wurden mit Recycling-Beton errichtet, um die Machbarkeit zu demonstrieren.
Erste Aufbereitungsanlage im Thurgau
Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Kantons Thurgau und seines «Konzepts für den Einsatz von Recyclingmaterial im Hoch- und Tiefbau» wird der zukünftige Bedarf an Recycling-Produkten und Recycling-Granulaten für private und öffentliche Bauprojekte der Region nachhaltig abgedeckt. Der Kanton Thurgau wird so eine führende Rolle in der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft einnehmen können.
Das Areal der Baustoffcity verfügt zudem über einen Bahnanschluss, der es ermöglicht, die erwarteten Massenströme gegebenenfalls umweltfreundlich auch über längere Distanzen zu transportieren. Für die lokale Versorgung kommen die Elektro-Lkw-Flotten der Kooperationspartner KIBAG und TIT Imhof zum Einsatz.