Stichwort Scope 1–3
… ist die Klassifizierung von Treibhausgas-Emissionen (nach dem Greenhouse Gas Protocol), die praktisch alle Unternehmen – auch in der Schweiz – beim CO₂-Reporting verwenden:
- Scope 1: Direkte Emissionen durch den Eigenverbrauch der KIBAG wie Diesel, Benzin oder Heizöl.
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme.
- Scope 3: Indirekte Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Bei der KIBAG primär die CO₂-Emissionen des eingekauften Zements oder der Diesel der Transporte von Waren und Gütern, die wir nicht selbst durchführen.
Pioniergeist – autonome und elektrische Baumaschinen
Unser Anspruch ist klar: Wir wollen branchenweit ganz vorn mit dabei sein. So setzen wir als weltweit erstes Unternehmen einen selbstarbeitenden Bagger von Develon mit Steuerung von Gravis Robotics kommerziell ein. Im Kieswerk Tuggen hebt er demnächst einen 300 Meter langen Graben autonom aus – ein Meilenstein, der zeigt, dass die KIBAG international zu den Vorreitern gehört. Auch mit weiteren Herstellern sind wir derzeit in Kontakt für Pilotversuche mit autonomen Maschinen wie Radladern oder Dumpern.
Bis Maschinen auf regulären Baustellen vollautonom eingesetzt werden können, dauert es voraussichtlich noch einige Jahre. Aber schon heute entstehen grosse Chancen durch KI-gestützte Systeme, die unsere Maschinisten bei der Arbeit unterstützen.
Auch bei der Dekarbonisierung gehen wir mutig voran: Mit der Elektrifizierung unseres Maschinen- und Fuhrparks senken wir unseren CO₂-Ausstoss deutlich. Ein starkes Beispiel dafür ist der neue, vollelektrische 23-Tonnen-Raupenbagger von Sany – einer der ersten seiner Art in Europa und das erste Modell dieser Klasse in der Schweiz.
Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor
Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur eine Frage der Haltung – sie wird zunehmend auch zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Nichtfinanzielle Kriterien wie die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft oder eine integre Unternehmensführung (ESG – Environmental, Social, Governance) werden immer wichtiger. Sie entscheiden zunehmend darüber, ob wir Aufträge erhalten, qualifizierte Mitarbeitende gewinnen oder Fördermittel für Innovationen sichern können. Auch die Politik bewegt sich in diese Richtung: Der Bundesrat plant, für mittlere und grössere Unternehmen ein verbindliches Nachhaltigkeitsreporting einzuführen.
Für uns ist daher klar: Wir wollen Nachhaltigkeit nicht nur messen und transparent machen, sondern auch aktiv gestalten und kontinuierlich verbessern. Sie ist der Schlüssel zu unserem langfristigen Erfolg.
Fazit
Digitalisierung und Dekarbonisierung sind keine Bedrohung, sondern eine grosse Chance – für die KIBAG sowie für jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter. Gemeinsam gestalten wir ein Unternehmen, das innovativer, nachhaltiger und zukunftssicherer ist als je zuvor.