Nachhaltigkeit mit System
Die KIBAG setzt auf Photovoltaik, wo es sinnvoll ist – technisch, ökologisch, wirtschaftlich. Lukas Bachmann erklärt, warum dabei nicht Panels, sondern Planung im Mittelpunkt steht.
Eintrag vom 01.04.2026
Die KIBAG setzt auf Photovoltaik, wo es sinnvoll ist – technisch, ökologisch, wirtschaftlich. Lukas Bachmann erklärt, warum dabei nicht Panels, sondern Planung im Mittelpunkt steht.
Eintrag vom 01.04.2026
Photovoltaik ist für die KIBAG kein kurzfristiger Trend, sondern ein gezielt geplanter Baustein ihrer Energiezukunft. Während andere auf Tempo setzen, geht man hier bewusst sorgfältig vor – und das mit gutem Grund. «Wir bauen Solaranlagen dort, wo sie ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. Schnellschüsse helfen niemandem», sagt Lukas Bachmann, Fachverantwortlicher Elektrotechnik. Seit Jahren begleitet er die Entwicklung der PV-Projekte mit technischem Know-how und einem klaren Blick fürs Machbare.
Bereits vor 2021 – noch bevor die Energiepreise in die Höhe schnellten – wurden bestehende Standorte auf ihr Solarpotenzial geprüft. «Manche Hallendächer wirkten auf den ersten Blick geeignet, doch im Detail zeigte sich: Die statischen Reserven fehlten oft», so Lukas Bachmann. Besonders bei älteren Industriegebäuden muss die Tragfähigkeit exakt berechnet werden. Denn zusätzliche 15 Kilogramm pro Quadratmeter sind keine Kleinigkeit.
Auch die elektrische Infrastruktur bringt Herausforderungen mit sich: «Solaranlagen sind das eine – die Energie sicher und effizient in den Betrieb zu integrieren, das andere.» Häufig müssen Kabel, Schaltschränke oder ganze Trafostationen ersetzt werden, bevor überhaupt eine Kilowattstunde ins System fliessen kann. Diese Zusatzaufwände gilt es frühzeitig in der Planung zu berücksichtigen.
Es geht vorwärts – auch mit Contracting-Modellen: Ein externer Anbieter übernimmt Planung, Finanzierung und Bau der Anlage, die KIBAG bezieht den Strom zu einem fixen Preis über viele Jahre hinweg. «So haben wir in Regensdorf eine der grössten Anlagen des Kantons Zürich realisiert – mit über 1,2 Megawattpeak Leistung», sagt Lukas Bachmann stolz. In Weinfelden wiederum wurde die PV-Anlage als Projekt der Betriebstechnik durchgeführt. Vier PV-Anlagen liefern dort heute sauberen Strom direkt vor Ort.
Im Fokus steht stets der Eigenverbrauch. «Unsere Anlagen sind bewusst darauf ausgelegt, dass der produzierte Strom im Betrieb genutzt wird. Einspeisung ins Netz lohnt sich heute und sicher auch in naher Zukunft wirtschaftlich meist nicht mehr», erklärt Lukas Bachmann. Angesichts stabiler Strompreise sei es zielführender, gezielt in Entlastung, statt in Überschuss zu investieren. Auch Batteriespeicher gewinnen an Bedeutung – nicht für komplette Autarkie, sondern für eine intelligente Lastverteilung.
«Photovoltaik ist nicht unser Kerngeschäft – aber ein wichtiges Puzzlestück unserer Energiezukunft», so Lukas Bachmann. Die KIBAG setzt dort auf Solarenergie, wo es zur strategischen Ausrichtung passt: zur Reduktion des CO2-Fussabdrucks, zur Versorgung von elektrifizierten Baumaschinen oder zur Unterstützung der Mobilitätswende.
Besonders effizient lässt sich PV bei Neubauten integrieren. «In der Baustoff-City haben wir Dachlasten, Sicherungsabgänge und Anschlussmöglichkeiten von Beginn an mitgedacht. So funktioniert nachhaltiges Bauen heute», sagt Lukas Bachmann. Ganz anders sieht es bei bestehenden Gebäuden aus: Hier muss jede einzelne Komponente geprüft und bei Bedarf ersetzt werden. «Da geht es rasch um beträchtliche Summen – ein Aspekt, der oft unterschätzt wird.»
Neben der Produktion steht auch der Verbrauch im Fokus. Die KIBAG arbeitet seit Jahren mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) zusammen und optimiert laufend die Energieeffizienz ihrer Anlagen. «Jede eingesparte Kilowattstunde zählt – denn was wir nicht verbrauchen, müssen wir weder kaufen noch erzeugen», bringt es Bachmann auf den Punkt.
Wir bauen Solaranlagen dort, wo sie ökologisch und wirtschaftlich Sinn ergeben.